Google und Firefox: Phishing-Filter-System ausgehebelt?
Seit ein paar Stunden passiert es immer wieder, dass mir stinknormale und vollkommen ungefährliche Webseiten als “vermuteter Web-Betrug” gemeldet werden. Seit einiger Zeit habe ich Testweise den Phishing-Filter von Firefox aktiviert, der auf einer lokal installierten und ständig aktualisierten Datenbank basiert und wohl auch den Bestand von Google miteinbezieht, scharf geschaltet. Hiermit wird die aufgerufenen URL mit einem Datenbestand abgeglichen und dann per Einblendung auf einen möglichen Betrugsfall hingewiesen. Zu den verwendeten Methoden schweigt sich Google wohl wie immer aus – Jedenfalls habe ich gerade auf Anhieb keine gesicherte Beschreibung derselben gefunden.
Es scheint aber so, als könnte jeder – und damit auch höchstwahrscheinlich Bots – alle möglichen Webseiten als “Gefährlich” einstufen lassen und dies wird dann anderen Nutzern des gleichen Dienstes auch so angezeigt. Falls es anders laufen sollte, z.B. mit heuristischen Ansätzen und statistischen Verfahren, dann wüsste ich nicht, wie heise.de und selbst auch die Meldeseite von Google in diese Liste rutschen können.
Um es kurz zu machen: diesen Dienst kann man jetzt, glaube ich, wohl vergessen, denn es scheint so, als hätte jemand genau den richtigen Ansatz gewählt, um es anderen Nutzern so madig zu machen, dass sie ihn lieber – wie ich gerade – deaktivieren werden. Das gute alte “Poisoning” eben. Schlimm, schlimm, schlimm, wenn es denn so einfach ist…

